Ricky Sachs, 21, macht seit 2022 Country-Musik. Er kommt aus Baden-Württemberg, schreibt seine Songs auf Englisch und tritt meistens allein auf, mit Akustikgitarre, ohne Band.
Angefangen hat alles auf der Rückbank eines VW Bullys. "Als Kind saß ich auf der Rückbank des alten VW Bullys meines Vaters, und mein Bruder holte eine alte Johnny-Cash-CD raus, legte sie ein und drückte auf Play. Da wurde der Funke gezündet", erzählt Sachs. Ein paar Jahre später kamen Platten von Muddy Waters, Howlin' Wolf und Buddy Holly dazu. "Ich begann mich für die US-Kultur zu interessieren und hab wahrscheinlich hunderte Dokus über amerikanische Geschichte und Musik geschaut, bis ich Johnny Cash wiederentdeckt hab. 2022 bin ich dann bei Country und Americana hängengeblieben, seitdem hat mich das nicht mehr losgelassen."
Sachs ist seit über zehn Jahren bei den Pfadfindern aktiv. Dort hat er auch angefangen, regelmäßig Gitarre zu spielen. "Als ich noch ein kleiner Bub war, saß ich mit den Großen am Lagerfeuer, die immer eine Gitarre dabei hatten. Ich fand es so cool, dass man nicht mehr als eine Gitarre braucht, um richtig Spaß zu haben", sagt er. Mit 13 brachte er sich das Spielen selbst bei, auf einer, wie er sagt, "extrem verstimmten und abgerockten Gitarre".
Sein Song "Told You To Stay" handelt von einer Liebe, die langsam zerbrach. "Nicht, weil ich noch an ihr hänge", sagt Sachs, "sondern weil ich mich frage, was wohl gewesen wäre, wenn wir durchgehalten hätten." Das Thema Abschied und das Gefühl, nicht loslassen zu können, zieht sich durch mehrere seiner Songs.
"Ich spiele derzeit solo, weil ich noch dabei bin, herauszufinden, was Ricky Sachs' Musik ausmachen soll."
In den letzten Monaten ist er bei mehreren Events in der Region aufgetreten, zuletzt beim US Car Rollin' Festival in Fachsenfeld. "Das war überwältigend. Alles war voller amerikanischer Pickup Trucks und Sportwagen, dazwischen begeisterte Auto- und Countryfans. Es waren sogar mehrere gebrauchte Sheriff- und Police Cars da, das fand ich super cool", erinnert sich Sachs. Auch die Bühne war im amerikanischen Stil dekoriert. "Da wars natürlich am schönsten, dann auf die Bühne zu gehen und mit den Leuten meine Songs und beliebte Covers zu singen."
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